Sonderfall

Altersvorsorge für
Selbstständige

Ohne Pflichtversicherung liegt die Verantwortung komplett bei dir – diese Optionen solltest du kennen und realistisch einordnen.

Ausgangslage

Keine Pflichtversicherung – volle Eigenverantwortung

Die meisten Selbstständigen sind nicht in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert – Ausnahmen bilden bestimmte Berufsgruppen wie Handwerker, Künstler (über die Künstlersozialkasse) oder Lehrer. Für den Großteil bedeutet das: Ohne eigene Vorsorge bleibt im Alter nur eine sehr geringe oder gar keine gesetzliche Rente.


Die Optionen

Realistische Wege zur Altersvorsorge

Empfehlung
📈
ETF-Sparplan

Passt sich schwankendem Einkommen an – Sparrate flexibel pausieren oder anpassen, jederzeit verfügbar.

Einzelfall
⚖️
Rürup-Rente

Nur bei sehr hoher, planbarer Steuerlast kurz vor der Rente sinnvoll – sonst Kapitalbindung und Kosten kritisch prüfen.

Prüfen
🏠
Immobilien

Kann Teil der Vorsorge sein, bindet aber viel Kapital und ist deutlich weniger liquide als ein Wertpapierdepot.

Die wichtigste Erkenntnis
Flexibilität ist bei schwankendem Einkommen entscheidend

Feste, langfristige Verpflichtungen wie eine Rürup-Rente passen schlecht zu unregelmäßigem Einkommen. Ein ETF-Sparplan lässt sich in einkommensstarken Monaten erhöhen und in schwachen Monaten pausieren – ohne Vertragsstrafe oder Nachteil.


Zusätzliche Absicherung

Freiwillige gesetzliche Rentenversicherung als Ergänzung?

Selbstständige können sich freiwillig in der gesetzlichen Rentenversicherung versichern. Das kann sinnvoll sein, um im Ernstfall Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente zu haben – für den reinen Vermögensaufbau im Alter ist ein ETF-Sparplan jedoch meist die flexiblere und renditestärkere Wahl.

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⚠️ Alle Angaben ohne Gewähr und keine individuelle Steuer- oder Finanzberatung.
Häufige Fragen

Vorsorge für Selbstständige – deine Fragen

Sind Selbstständige gesetzlich rentenversichert? ▾
In der Regel nicht, mit Ausnahmen für bestimmte Berufsgruppen wie Handwerker oder Lehrer. Die meisten Selbstständigen müssen eigenverantwortlich für ihr Alter vorsorgen.
Was ist die häufigste Altersvorsorge-Strategie für Selbstständige? ▾
Ein regelmäßiger ETF-Sparplan ist für die meisten Selbstständigen die flexibelste Lösung, da unregelmäßiges Einkommen eine anpassbare Sparrate erfordert, die eine Rürup-Rente in dieser Form nicht bietet.
Warum sind schwankende Einnahmen bei der Vorsorge ein Problem? ▾
Feste, langfristige Verpflichtungen wie eine Rürup-Rente passen schlecht zu unregelmäßigem Einkommen, da die Beiträge auch in einkommensschwachen Monaten weiterlaufen müssen.
Sollten Selbstständige freiwillig in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen? ▾
Das kann in bestimmten Fällen sinnvoll sein, etwa zur Absicherung einer Erwerbsminderungsrente. Für den reinen Vermögensaufbau ist ein ETF-Sparplan meist flexibler und renditestärker.
Ist die Rürup-Rente für Selbstständige empfehlenswert? ▾
Nur in bestimmten Fällen, vor allem bei sehr hoher Steuerlast kurz vor dem Ruhestand. Für die meisten jüngeren Selbstständigen überwiegen Kapitalbindung und Kosten die steuerlichen Vorteile.