Rentenpunkte, Rentenniveau, Renteneintrittsalter – die wichtigsten Begriffe und warum die gesetzliche Rente allein meist nicht reicht.
Gesammelt über dein gesamtes Erwerbsleben, abhängig von deinem Verdienst im Vergleich zum Durchschnitt.
Der Euro-Gegenwert eines Rentenpunkts, jährlich zum 1. Juli angepasst.
Abschläge bei vorzeitigem Renteneintritt, Zuschläge bei späterem Eintritt.
Die gesetzliche Rentenversicherung funktioniert nach dem Umlageprinzip: Die Beiträge der heutigen Erwerbstätigen finanzieren direkt die Renten der heutigen Rentner. Es wird also nicht "für dich selbst" angespart, sondern ein Generationenvertrag umgesetzt.
Das bedeutet auch: Deine eigene Rente hängt später von der Erwerbstätigenzahl und dem Beitragsaufkommen der dann arbeitenden Generation ab – ein Grund, warum sich das Verhältnis von Beitragszahlern zu Rentenempfängern direkt auf das Rentenniveau auswirkt.
| Faktor | Auswirkung auf Rentenniveau |
|---|---|
| Demografischer Wandel | Sinkend – immer weniger Beitragszahler pro Rentner |
| Steigende Lebenserwartung | Sinkend – Rentenbezugsdauer wird länger |
| Spätere Renteneintritte | Leicht ausgleichend |
| Zuwanderung von Erwerbstätigen | Leicht ausgleichend |
Politisch werden regelmäßig Haltelinien für ein Mindest-Rentenniveau diskutiert und beschlossen – trotzdem bleibt der langfristige Trend erkennbar: Ohne zusätzliche Vorsorge wird die Lücke zwischen letztem Nettoeinkommen und gesetzlicher Rente für die meisten Menschen größer, nicht kleiner.
Sie wurde nie darauf ausgelegt, den letzten Nettoverdienst vollständig zu ersetzen. Wer das erkennt, kann frühzeitig planen, statt sich später zu wundern, warum die Rentenzahlung deutlich niedriger ausfällt als erwartet.
Mit deiner jährlichen Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung und deinem heutigen Nettoeinkommen lässt sich eine grobe, aber aussagekräftige Einschätzung deiner Rentenlücke treffen.