Einlagensicherung

Einlagensicherung
wie sicher ist dein Geld auf der Bank?

Bis 100.000 € pro Bank gesetzlich geschützt – was das genau bedeutet und wie du bei größeren Summen vorgehst.

Grundlagen

Wie die gesetzliche Einlagensicherung funktioniert

Alle Banken mit Lizenz in einem EU-Mitgliedstaat sind gesetzlich verpflichtet, Kundeneinlagen bis zu 100.000 € pro Person und Bank abzusichern. Geht eine Bank pleite, bekommst du dein Geld bis zu dieser Grenze vom jeweiligen nationalen Einlagensicherungsfonds erstattet.

Wichtig zu verstehen: Die Grenze gilt pro Bank, nicht pro Konto. Hast du bei einer Bank sowohl ein Girokonto als auch ein Tagesgeldkonto, werden beide Guthaben zusammengerechnet und gemeinsam nur bis 100.000 € abgesichert – nicht etwa 100.000 € je Konto.


Zusatzschutz

Gesetzliche vs. freiwillige Einlagensicherung

Neben der gesetzlichen Absicherung sind viele deutsche Banken zusätzlich freiwilligen Sicherungssystemen ihrer jeweiligen Branchenverbände angeschlossen – etwa dem Einlagensicherungsfonds privater Banken oder vergleichbaren Systemen der Sparkassen und Genossenschaftsbanken. Diese freiwilligen Systeme sichern oft deutlich höhere Summen ab, teils im Millionenbereich pro Kunde, sind aber vertraglich und nicht gesetzlich garantiert. Bei der Wahl einer Bank für größere Summen lohnt sich daher ein Blick darauf, welchem Sicherungssystem sie neben der gesetzlichen Pflichtabsicherung noch angehört.

Die wichtigste Erkenntnis
Ab 100.000 € lohnt sich die Verteilung auf mehrere Banken

Wer deutlich mehr als 100.000 € anlegen möchte, sollte das Geld auf mehrere unabhängige Banken verteilen, statt alles bei einem Institut zu bündeln – auch wenn eine Bankenpleite selten vorkommt, ist die Streuung der einfachste Weg, jeden Euro innerhalb der gesetzlichen Grenze abzusichern.


Im Ernstfall

So läuft eine Entschädigung ab

Kommt es tatsächlich zu einer Bankenpleite, stellt die zuständige Aufsichtsbehörde den sogenannten Entschädigungsfall fest. Ab diesem Zeitpunkt hat der Einlagensicherungsfonds in der Regel 7 Arbeitstage Zeit, um dir dein abgesichertes Guthaben auszuzahlen. Du musst dafür in den meisten Fällen nicht selbst aktiv werden – die Bank bzw. der Sicherungsfonds kontaktiert betroffene Kunden direkt, sobald der Fall eintritt.

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⚠️ Alle Angaben ohne Gewähr. Details zur jeweiligen Absicherung bitte direkt beim Anbieter erfragen.
Häufige Fragen

Einlagensicherung – deine Fragen

Gilt die Einlagensicherung pro Konto oder pro Bank? ▾
Pro Bank und Person – nicht pro Konto. Hast du bei einer Bank mehrere Konten, werden alle Guthaben zusammengerechnet und gemeinsam bis 100.000 € abgesichert.
Was passiert, wenn ich mehr als 100.000 € bei einer Bank habe? ▾
Der übersteigende Betrag ist nicht durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt. Es empfiehlt sich, größere Summen auf mehrere Banken zu verteilen.
Gilt die Einlagensicherung auch bei ausländischen EU-Banken? ▾
Ja, die EU-weite Einlagensicherung gilt für alle Banken mit Lizenz in einem EU-Mitgliedstaat, unabhängig davon, in welchem Land du selbst wohnst.
Was ist der Unterschied zwischen gesetzlicher und freiwilliger Einlagensicherung? ▾
Die gesetzliche Sicherung deckt 100.000 € pro Bank und Person ab. Manche deutschen Banken sind zusätzlich freiwilligen Sicherungssystemen ihrer Branchenverbände angeschlossen, die oft deutlich höhere Summen absichern.
Wie schnell bekomme ich mein Geld im Falle einer Bankenpleite? ▾
Die gesetzliche Einlagensicherung sieht eine Auszahlungsfrist von in der Regel 7 Arbeitstagen nach Feststellung des Entschädigungsfalls vor.