Laufzeit, Zinsbindung und Flexibilität im Vergleich – so triffst du die richtige Wahl für dein Geld.
Sowohl Tagesgeld als auch Festgeld sind sichere Sparformen mit gesetzlicher Einlagensicherung – der entscheidende Unterschied liegt darin, wie schnell du an dein Geld kommst und wie sich der Zinssatz entwickelt.
Beim Tagesgeld kannst du jederzeit einzahlen und abheben, der Zinssatz ist dafür variabel und kann sich jederzeit ändern – meist passt die Bank ihn an die allgemeine Zinsentwicklung an. Beim Festgeld legst du einen Betrag für eine feste Laufzeit an, typischerweise zwischen einem Monat und mehreren Jahren, und bekommst dafür einen garantierten Zinssatz, der sich während der Laufzeit nicht mehr ändert – dafür kommst du vor Ablauf in der Regel nicht ohne Weiteres an dein Geld.
| Kriterium | Tagesgeld | Festgeld |
|---|---|---|
| Verfügbarkeit | Täglich | Erst nach Laufzeitende |
| Zinssatz | Variabel | Fest über die Laufzeit |
| Typische Zinshöhe | Etwas niedriger | Meist etwas höher |
| Geeignet für | Notgroschen, kurzfristige Ziele | Geplantes Sparen ohne Zugriffsbedarf |
Die meisten Sparer profitieren am meisten von einer Kombination: Der Notgroschen (üblicherweise 3 bis 6 Monatsgehälter) gehört aufs Tagesgeld, wo er jederzeit verfügbar bleibt. Geld, das absehbar nicht gebraucht wird, lässt sich auf Festgeld anlegen, um den meist etwas höheren, garantierten Zins mitzunehmen.
Wer den höheren Festgeldzins nutzen möchte, ohne komplett auf Flexibilität zu verzichten, kann sein Geld auf mehrere Festgeldkonten mit gestaffelten Laufzeiten verteilen – etwa ein Drittel auf 6 Monate, ein Drittel auf 12 Monate, ein Drittel auf 24 Monate. Dadurch wird regelmäßig ein Teilbetrag fällig, den du entweder neu anlegen oder bei Bedarf frei verwenden kannst, während der Rest weiterhin den höheren Festgeldzins erwirtschaftet. So lässt sich ein Teil der Tagesgeld-Flexibilität mit dem Zinsvorteil des Festgelds verbinden.