Laufende Erträge auf deine Coins – aber das Kursrisiko bleibt trotzdem bestehen.
Staking bedeutet, Coins in einem sogenannten Proof-of-Stake-Netzwerk zu hinterlegen, um dessen Betrieb zu unterstützen – etwa beim Bestätigen neuer Transaktionen. Im Gegenzug erhältst du dafür laufende Erträge, ausgezahlt in der jeweiligen Kryptowährung selbst.
Je nach Coin und Anbieter liegen die Renditen häufig zwischen 2 % und 10 % pro Jahr. Viele Börsen bieten Staking direkt in der App an – du musst dafür keine eigene technische Infrastruktur betreiben, die Plattform übernimmt das für dich.
Ein wichtiger Punkt, der oft übersehen wird: Die Staking-Rendite läuft völlig unabhängig vom Kurs des zugrundeliegenden Coins. Fällt der Kurs stärker, als die Staking-Erträge einbringen, machst du unterm Strich trotzdem Verlust – Staking ist also kein Ersatz für ein stabiles Investment, sondern ein zusätzlicher Ertrag auf ein Investment, das weiterhin den vollen Kursschwankungen von Kryptowährungen unterliegt.
Wer Coins nur wegen der Staking-Rendite kauft, sollte trotzdem die grundsätzliche Kursentwicklung im Blick behalten – ein Coin mit hoher Staking-Rendite, aber schwacher fundamentaler Basis, kann trotzdem stark an Wert verlieren. Staking eignet sich am ehesten als zusätzlicher Ertrag auf Coins, die du ohnehin langfristig halten möchtest.
Bei manchen Coins sind gestakte Beträge für einen bestimmten Zeitraum gesperrt, oder eine Auszahlung dauert mehrere Tage – das schränkt deine Flexibilität in dieser Zeit ein, falls du kurzfristig verkaufen möchtest. Zudem sind Staking-Erträge steuerlich relevant: Sie gelten als sonstige Einkünfte und sind zum Zeitpunkt des Zuflusses mit deinem persönlichen Einkommensteuersatz zu versteuern, unabhängig von der einjährigen Haltefrist für Kursgewinne – mehr dazu im Ratgeber Kryptowährung & Steuer.