Klarna und ähnliche Dienste sind bequem – aber viele kleine Rechnungen bei unterschiedlichen Händlern lassen den Überblick schnell verschwimmen.
Bei einem Dispokredit oder Ratenkredit ist meist klar: eine Bank, eine Summe, ein Zinssatz. Bei Klarna sieht das anders aus.
Ein Klarna-Kauf, der pünktlich bezahlt wird, ist in der Regel zinsfrei – das eigentliche Problem ist also selten der Zinssatz. Stattdessen entsteht das Risiko durch die Fragmentierung: mehrere kleine Beträge bei unterschiedlichen Online-Shops, mit jeweils eigener Fälligkeit. Schnell verliert man den Überblick, welche Rechnung wann fällig ist – und genau das führt zu verpassten Zahlungen.
Klarna beschreibt den eigenen Ablauf bei verspäteten Zahlungen öffentlich auf der eigenen Kundenservice-Seite.
Nach Verpassen des Fälligkeitsdatums erhältst du zunächst eine Zahlungserinnerung.
Danach folgen bis zu drei Mahnungen im Abstand von mindestens 12 Tagen, gegebenenfalls mit Gebühren.
Bleibt die Zahlung weiterhin aus, kann die Forderung an ein Inkassounternehmen weitergeleitet werden.
Du kannst Klarna in der Regel erst wieder nutzen, wenn die offene Zahlung beglichen ist. Verspätete Zahlungen können zudem an Auskunfteien wie die Schufa gemeldet werden. Bei Zahlungsproblemen lohnt sich der direkte Kontakt zum Kundenservice – dort kann teils ein individueller Zahlungsplan vereinbart werden.
Quelle: Klarna Kundenservice – Angaben können sich ändern, aktuelle Details erfährst du direkt bei Klarna.
Wird die Forderung an ein Inkassounternehmen weitergegeben, gilt derselbe Ablauf wie bei anderen Gläubigern auch – mehr dazu in unserem Ratgeber zu Mahnungen und Inkasso.
Alle offenen Käufe und Fälligkeiten sind dort gesammelt einsehbar.
Trage offene Klarna-Rechnungen zusätzlich in deine Schuldenübersicht ein, gemeinsam mit deinen anderen Verbindlichkeiten.
Solange offene Zahlungen bestehen, hilft eine bewusste Pause bei neuen Ratenkäufen.
Die Klarna-App zeigt dir zuverlässig deine eigenen offenen Posten – aber eben nur diese. Genau da beginnt oft das Problem: Klarna-Raten, Dispokredit, eine Kreditkarte und vielleicht noch ein Ratenkauf beim Möbelhaus laufen alle unabhängig voneinander, ohne dass irgendwo sichtbar wird, wie viel insgesamt monatlich fällig ist.
Am einfachsten gelingt das mit einer eigenen Schuldenübersicht, in der du Klarna-Posten gemeinsam mit all deinen anderen Verbindlichkeiten festhältst – so siehst du, wie viel dir nach allen Verpflichtungen tatsächlich monatlich bleibt.