Kreditkarten-Teilzahlung wirkt bequem, kann aber durch hohe Zinsen zu einer Schuld führen, die sich kaum von selbst verringert.
Viele Kreditkarten bieten eine „Teilzahlungsfunktion" oder „flexible Rückzahlung" an: Statt die volle Rechnung zu begleichen, wird nur ein Mindestbetrag abgebucht – der Rest läuft zu Zinsen weiter.
Diese Zinsen zählen zu den höchsten im Alltagsgeschäft – oft zwischen 15 und 20 % pro Jahr, teils sogar mehr. Wird zusätzlich weiter mit der Karte bezahlt, während noch eine Restschuld offen ist, wächst diese kontinuierlich weiter. So entsteht schnell eine Schuld, die deutlich teurer ist als klassische Ratenkredite oder sogar der Dispokredit.
Anders als bei einem Ratenkredit ist die Mindestrate bei Kreditkarten meist kein fester Betrag, sondern ein Prozentsatz der aktuellen Restschuld.
Die Mindestrate liegt oft bei 2 bis 3 % der Restschuld, mindestens aber ein fester Betrag von z. B. 25 €. Sinkt die Restschuld, sinkt automatisch auch die Mindestrate. Dadurch dauert die Rückzahlung immer länger, je näher man dem Ende kommt – im Extremfall kann sich die Rückzahlung über viele Jahre hinziehen, wenn nur die Mindestrate gezahlt wird.
Angenommen, die Mindestrate beträgt 2,5 % der Restschuld (mind. 25 €). Was passiert bei reiner Mindestzahlung im Vergleich zu einer festen, höheren Rate?
| Zahlweise | Laufzeit | Zinskosten gesamt |
|---|---|---|
| Nur Mindestrate (2,5 %, mind. 25 €) | ca. 14 Jahre | ca. 2.650 € |
| Feste Rate von 100 €/Monat | ca. 24 Monate | ca. 385 € |
Vereinfachte Beispielrechnung ohne neue Umsätze während der Rückzahlung. Tatsächliche Konditionen können je nach Anbieter abweichen.
Bei reiner Mindestzahlung dauert die Rückzahlung nicht nur deutlich länger – die Zinskosten übersteigen dabei sogar die ursprüngliche Schuld. Eine feste, höhere Rate spart in diesem Beispiel über 2.200 € an Zinsen.
Falls möglich, stelle auf Vollzahlung um, damit keine neuen Zinsen mehr entstehen. Viele Kartenanbieter erlauben es, die Teilzahlungsfunktion zu deaktivieren oder auf Vollzahlung umzustellen.
Eine feste, höhere Rate statt der variablen Mindestrate verkürzt die Laufzeit drastisch – wie im Beispiel oben gezeigt, kann der Unterschied mehrere Jahre und über 2.000 € an Zinsen ausmachen.
Solange eine Restschuld besteht, verlangsamt jeder neue Einkauf über die Karte den Abbau zusätzlich – die neue Ausgabe wird ja ebenfalls zu den bestehenden Zinsen weitergeführt.
Ist die Schuld abgebaut, lohnt sich oft ein Wechsel zu einer Karte ohne Teilzahlungsfunktion oder mit klar transparenten Konditionen – im Ratgeber Kreditkarten-Vergleich findest du kostenlose Karten und solche mit Vollzahlung ohne Zinsrisiko.
Erfasse deine Kreditkartenschuld in Monvesto, lege eine feste Rate fest und sieh direkt, wie viel Zinsen du dir dadurch sparst.