Frühzeitig reagieren

Mahnung erhalten – was jetzt zu tun ist

Eine Mahnung ist meist noch kein Grund zur Sorge – aber ein klares Signal, jetzt zu handeln, bevor weitere Kosten entstehen.

Einordnung

Was ist eine Mahnung?

Eine Mahnung ist eine Zahlungsaufforderung, die ein Gläubiger verschickt, wenn eine Rechnung trotz Fälligkeit nicht beglichen wurde.

Sie unterscheidet sich von der ursprünglichen Rechnung dadurch, dass sie explizit auf den Verzug hinweist und meist eine neue Zahlungsfrist setzt. Häufig ist sie der erste förmliche Schritt in einer möglichen Eskalationskette – bleibt sie unbeachtet, kann als nächstes Inkasso folgen.


Kosten

Welche Kosten können entstehen?

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Mahngebühr

Meist zwischen 2,50 € und 10 € pro Mahnung – abhängig vom Gläubiger und der Anzahl der Mahnstufen.

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Verzugszinsen

Ab dem Fälligkeitsdatum können gesetzliche oder vertragliche Verzugszinsen anfallen, die sich mit der Zeit summieren.

Diese Kosten sind meist noch überschaubar – anders als die Kosten, die entstehen können, wenn die Forderung an ein Inkassobüro übergeben wird. Genau deshalb lohnt es sich, schon bei der Mahnung zu reagieren.


Vorgehen

Was du jetzt tun solltest

1
Rechnung prüfen

Ist die Forderung korrekt und die ursprüngliche Rechnung wirklich unbezahlt geblieben?

2
Zeitnah zahlen

Ist die Forderung berechtigt, verhindert eine schnelle Zahlung weitere Kosten und Eskalation.

3
Bei Problemen Kontakt aufnehmen

Kannst du nicht sofort zahlen, frage aktiv nach einer Ratenzahlung – bevor die Frist verstreicht.


Eskalation vermeiden

Was passiert, wenn ich nicht reagiere?

Bleibt eine Mahnung unbeachtet, ist der nächste Schritt für viele Gläubiger die Übergabe an ein Inkassobüro.

Von der Mahnung zu Inkasso

Aus einer ursprünglichen Forderung von 100 € können durch Mahngebühr, Verzugszinsen und Inkassokosten schnell 180 € oder mehr werden. Mehr dazu in unserem Ratgeber zum Thema Inkasso →

Bleibt eine Forderung dauerhaft offen, kann das auch zu einem negativen Schufa-Eintrag → führen – ein weiterer Grund, schon bei der Mahnung zu reagieren.


Umsetzung

Fristen nicht mehr verpassen

Eine einzelne Mahnung ist meist gut im Kopf zu behalten – schwieriger wird es, sobald mehrere offene Rechnungen mit unterschiedlichen Fristen gleichzeitig laufen.

Am einfachsten gelingt das mit einer eigenen Schuldenübersicht, in der du jede offene Rechnung mit Fälligkeit und Status festhältst – so bleibt nachvollziehbar, was bereits erledigt ist, auch wenn mehrere Mahnungen gleichzeitig im Umlauf sind.

Übersicht erstellen →


FAQ

Häufige Fragen

Was ist eine Mahnung? ▾
Eine Mahnung ist eine Zahlungsaufforderung des Gläubigers, wenn eine Rechnung trotz Fälligkeit nicht bezahlt wurde. Sie ist meist der erste Schritt, bevor weitere Maßnahmen wie Inkasso folgen.
Welche Kosten entstehen durch eine Mahnung? ▾
Häufig fällt eine Mahngebühr an, die je nach Gläubiger zwischen etwa 2,50 € und 10 € liegt. Zusätzlich können Verzugszinsen ab dem Fälligkeitsdatum berechnet werden.
Was passiert, wenn ich eine Mahnung ignoriere? ▾
Bleibt eine Mahnung unbeachtet, geben viele Gläubiger die Forderung an ein Inkassobüro weiter. Dadurch können weitere, oft deutlich höhere Kosten entstehen.
Was soll ich tun, wenn ich die Mahnung für falsch halte? ▾
Widersprich schriftlich und zeitnah mit einer kurzen Begründung. Reagiere in jedem Fall, auch wenn du die Forderung für unberechtigt hältst.
Darf ein Gläubiger jede beliebige Mahngebühr verlangen? ▾
Nein. Die Mahngebühr muss sich an den tatsächlich entstandenen Kosten orientieren und darf nicht willkürlich hoch angesetzt werden. Wirkt eine Gebühr unangemessen hoch, lohnt sich ein kurzer, schriftlicher Hinweis an den Gläubiger.

Verschaffe dir Klarheit.

Halte offene Rechnungen schriftlich fest und behalte Fristen im Blick.

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