Mehrere Schulden, eine Rate

Umschuldung: Mehrere teure Schulden zu einem Kredit zusammenfassen

Dispo, Kreditkarte und Ratenkredit einzeln zu bedienen ist teuer und unübersichtlich. Eine Umschuldung kann beides auf einmal lösen.

Einordnung

Was ist eine Umschuldung?

Bei einer Umschuldung nimmst du einen neuen Kredit auf, um damit einen oder mehrere bestehende Kredite vollständig abzulösen. Statt mehrerer Raten an verschiedene Gläubiger zahlst du danach nur noch eine einzige, feste Rate an einen Kreditgeber.

Besonders interessant wird das, wenn die bisherigen Schulden unterschiedlich teuer waren – etwa ein Dispokredit mit 8–12 % Zinsen oder eine Kreditkarten-Teilzahlung mit 15–20 % Zinsen. Ein neuer Kredit mit einem niedrigeren, einheitlichen Zinssatz kann in solchen Fällen spürbar Geld sparen.


Zielgruppe

Für wen sich eine Umschuldung besonders lohnt

Am größten ist das Potenzial, wenn mehrere teure Schulden gleichzeitig bestehen – zum Beispiel ein ausgeschöpfter Dispo, eine Kreditkarte in der Teilzahlungsfunktion und vielleicht noch ein kleinerer Ratenkredit. Jede dieser Schulden hat einen eigenen Zinssatz, eine eigene Rate und eine eigene Fälligkeit.


Beispiel

Beispielrechnung: Drei Schulden zu einem Kredit

Angenommen, du hast folgende drei Schulden gleichzeitig laufen, jede mit eigener Rate:

SchuldRestschuldZinssatzRate/Mon.Zinskosten gesamt
Dispokredit1.500 €10 %60 €≈ 180 €
Kreditkarte (Teilzahlung)2.000 €18 %80 €≈ 560 €
Ratenkredit3.000 €9 %100 €≈ 400 €
Gesamt (einzeln)6.500 €–240 €≈ 1.140 €

Bei diesen Raten dauert die vollständige Rückzahlung je nach Schuld zwischen 28 und 34 Monaten.

Nach der Umschuldung: ein Kredit, eine Rate, weniger Kosten

Ein neuer Umschuldungskredit über 6.500 € bei einem effektiven Jahreszins von 6 % und 48 Monaten Laufzeit ergibt eine feste monatliche Rate von rund 153 € – bei Zinskosten von insgesamt ≈ 840 € über die gesamte Laufzeit.

Der Unterschied: Statt bislang 240 € monatlich für die drei einzelnen Raten aufzubringen, zahlst du nur noch 153 € – rund 87 € weniger im Monat, die du als Puffer nutzen oder direkt in eine schnellere Tilgung stecken kannst. Gleichzeitig sinken die gesamten Zinskosten von ≈ 1.140 € auf ≈ 840 € – eine Ersparnis von etwa 300 €.

Vereinfachte, beispielhafte Darstellung. Tatsächliche Zinssätze, Raten und Konditionen hängen von Bonität, Anbieter und Marktlage ab.


Vorteile

Was eine Umschuldung konkret verändert

🧾
Eine Rate statt mehrerer

Statt mehrere Fälligkeiten im Kopf zu behalten, zahlst du nur noch eine feste Rate an einen Gläubiger – das ist leichter zu bedienen und schafft Puffer im Monatsbudget.

🧭
Flexibilität für schnelleren Abbau

Durch die niedrigere Gesamtbelastung entsteht Spielraum – den du für Sondertilgungen nutzen kannst, um schneller schuldenfrei zu sein, statt ihn einfach zu verbrauchen.

📋
Enormer Zugewinn an Überblick

Eine Position statt fünf verstreuter Schulden mit unterschiedlichen Zinssätzen und Fälligkeiten – das reduziert die Fehleranfälligkeit spürbar.


Vorsicht

Worauf du vor einer Umschuldung achten solltest

Bei einem Ratenkredit mit fester Laufzeit kann bei vorzeitiger Ablösung eine Vorfälligkeitsentschädigung anfallen – die Höhe ist gesetzlich begrenzt, sollte aber in die Rechnung einbezogen werden. Dispokredite und Kreditkarten-Teilzahlungen haben dagegen keine feste Laufzeit und lassen sich in der Regel ohne Zusatzkosten ablösen.

Wichtig ist außerdem, nicht nur auf den Zinssatz zu schauen, sondern die Gesamtkosten beider Varianten zu vergleichen – inklusive eventueller Bearbeitungsgebühren des neuen Kredits. Und: Ob ein Umschuldungskredit überhaupt bewilligt wird, hängt von der eigenen Bonität ab, die durch bestehende Schulden bereits beeinflusst sein kann.


Nächster Schritt

Aktuelle Konditionen vergleichen

Die tatsächlich erreichbaren Konditionen unterscheiden sich je nach Anbieter, Bonität und Marktlage. Ein unabhängiger Online-Kreditvergleich zeigt dir, welche Zinssätze für einen Umschuldungskredit aktuell realistisch sind.

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Bevor du umschuldest

Erst der Überblick, dann die Entscheidung

Bevor du eine Umschuldung angehst, lohnt sich eine vollständige Schuldenübersicht – so weißt du genau, welche Restschuld und welcher Zinssatz für jede einzelne Schuld gilt, und kannst realistisch einschätzen, wie viel eine Umschuldung tatsächlich spart.

Schulden erfassen und vergleichen →


FAQ

Häufige Fragen

Was ist eine Umschuldung? ▾
Bei einer Umschuldung löst du einen oder mehrere bestehende Kredite durch einen neuen Kredit ab. Du zahlst danach nur noch eine Rate an einen Gläubiger, statt mehrere Verbindlichkeiten parallel zu bedienen.
Für wen lohnt sich eine Umschuldung besonders? ▾
Besonders für Menschen mit mehreren teuren Schulden gleichzeitig, etwa Dispokredit, Kreditkarten-Teilzahlung und einem oder mehreren Ratenkrediten. Je höher die bisherigen Zinssätze, desto größer das Sparpotenzial.
Was kostet mich die Ablösung meiner alten Kredite? ▾
Bei Ratenkrediten mit fester Laufzeit kann eine Vorfälligkeitsentschädigung anfallen. Dispokredite und Kreditkarten-Teilzahlungen haben dagegen keine feste Laufzeit und lassen sich in der Regel ohne zusätzliche Kosten ablösen.
Bekomme ich trotz bestehender Schulden noch einen Umschuldungskredit? ▾
Das hängt von deiner Bonität und deinem Einkommen ab. Bestehende Schulden schließen eine Umschuldung nicht grundsätzlich aus, können die Konditionen aber beeinflussen.
Schafft eine Umschuldung wirklich mehr Überblick? ▾
Ja. Statt mehrerer Schulden mit unterschiedlichen Zinssätzen, Raten und Fälligkeiten verwaltest du nur noch eine einzige Position mit einer festen monatlichen Rate.
Kann ich nur einen Teil meiner Schulden umschulden? ▾
Ja, eine Umschuldung muss nicht zwingend alle Schulden umfassen. Häufig werden gezielt die teuersten Schulden zuerst zusammengefasst, etwa Dispo und Kreditkarte.

Verschaffe dir erst den Überblick.

Erfasse alle deine Schulden in einer Übersicht, bevor du eine Umschuldung angehst.

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