Neobroker, Direktbank oder VL-Sparen – die Unterschiede liegen meist im Detail.
| Anbieter | Sparplan ab | Sparplan-Gebühr | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Trade Republic | 1 € | Kostenlos | Sehr einfache App, Zinsen aufs Guthaben |
| Scalable Capital | 1 € | Kostenlos | Große ETF-Auswahl, Robo-Advisor optional |
| ING | 1 € | Kostenlos | Girokonto + Depot bei einer Direktbank |
| eToro | 25 € | Kostenlos | Breites Angebot, auch für erfahrene Anleger |
| Oskar VL | 25 € | Kostenlos | Speziell für vermögenswirksame Leistungen |
Für die meisten ETF-Sparpläne sind vor allem drei Dinge entscheidend: niedrige Gebühren, eine ausreichende ETF-Auswahl und eine einfache Bedienung. Fast alle größeren Anbieter bieten mittlerweile kostenlose Sparpläne an – der Unterschied liegt dann eher bei Mindestsparrate, App-Qualität und Zusatzfunktionen wie Guthabenzinsen oder Robo-Advisor.
Neobroker wie Trade Republic oder Scalable Capital sind reine Trading-Apps mit niedrigen Einstiegshürden und meist kostenlosen Sparplänen – ideal für alle, die selbst entscheiden möchten, in welche ETFs sie investieren. Direktbanken wie ING bieten dagegen ein vollwertiges Girokonto zusätzlich zum Depot und eignen sich, wenn du beides bei einem Anbieter bündeln willst. Für vermögenswirksame Leistungen gibt es mit Oskar VL einen spezialisierten Anbieter – mehr dazu im Ratgeber VL-Sparen mit ETFs.
ETF-Anteile gelten rechtlich als Sondervermögen und gehören dir auch dann noch, wenn der Broker insolvent gehen sollte – sie fließen nicht in die Insolvenzmasse ein. Das ist unabhängig von der 100.000-€-Grenze der klassischen Einlagensicherung, die nur für nicht angelegtes Bargeld auf dem Verrechnungskonto gilt.
Nicht jeder Broker bespart jeden ETF. Bevor du dich festlegst, lohnt sich ein Blick in die Sparplan-Suche des jeweiligen Anbieters, ob dein gewünschter ETF (z. B. per ISIN) dort tatsächlich als Sparplan verfügbar ist.
Die meisten Broker führen Sparpläne monatlich aus, manche bieten zusätzlich zweiwöchentliche oder vierteljährliche Intervalle an. Für den Cost-Average-Effekt ist die genaue Frequenz zweitrangig – wichtiger ist die Regelmäßigkeit an sich.
Deutsche Broker führen die Abgeltungssteuer automatisch ab und berücksichtigen deinen hinterlegten Freistellungsauftrag direkt – bei ausländischen Brokern musst du Kapitalerträge selbst in der Steuererklärung angeben, wie im Ratgeber Abgeltungssteuer beschrieben.
| Anbieter | Girokonto möglich | Sparintervall | Robo-Advisor |
|---|---|---|---|
| Trade Republic | Nein | Monatlich, 2-wöchentlich | Nein |
| Scalable Capital | Nein | Monatlich, vierteljährlich | Ja, optional |
| ING | Ja | Monatlich | Nein |
| eToro | Nein | Monatlich | Nein |
| Oskar VL | Nein | Monatlich (VL-Einzug) | Ja, inklusive |