Wer die ETF-Auswahl und Rebalancing lieber abgibt, findet im Robo-Advisor eine automatisierte Alternative.
Ein Robo-Advisor stellt anhand deiner Risikobereitschaft automatisch ein passendes ETF-Portfolio zusammen, investiert dein Geld regelmäßig und gleicht die Gewichtung durch Rebalancing automatisch wieder aus – du musst dich weder um ETF-Auswahl noch um die laufende Portfoliopflege selbst kümmern.
Im Unterschied zu einem klassischen, selbst zusammengestellten ETF-Sparplan zahlst du dafür eine zusätzliche Verwaltungsgebühr, meist zwischen 0,5 % und 1 % pro Jahr auf das verwaltete Vermögen – zusätzlich zu den ohnehin anfallenden laufenden ETF-Kosten (TER).
| Kriterium | Robo-Advisor | Eigener ETF-Sparplan |
|---|---|---|
| Zusatzkosten | 0,5 – 1 % p.a. Verwaltungsgebühr | Keine, nur TER des ETFs |
| Aufwand | Minimal, alles automatisiert | Auswahl & Rebalancing selbst nötig |
| Rebalancing | Automatisch inklusive | Muss selbst gemacht werden |
| Geeignet für | Einsteiger, wenig Zeit | Wer sich selbst einarbeiten möchte |
Ein Robo-Advisor erzielt keine systematisch höhere Rendite als ein selbst zusammengestelltes, vergleichbares ETF-Portfolio – im Gegenteil, die zusätzliche Verwaltungsgebühr schmälert die Rendite über lange Zeiträume spürbar. Der eigentliche Mehrwert liegt im ersparten Aufwand: keine eigene ETF-Recherche, kein manuelles Rebalancing.
Ein Robo-Advisor eignet sich vor allem für Einsteiger, die sich nicht in ETF-Auswahl und Portfoliosteuerung einarbeiten möchten, oder für alle, denen die zeitliche Ersparnis die zusätzliche Gebühr wert ist. Auch bei vermögenswirksamen Leistungen wird häufig auf Robo-Advisor-Technologie zurückgegriffen – etwa bei Oskar VL, wo die automatisierte Verwaltung Teil des Angebots ist. Wer dagegen bereits weiß, welcher Welt-ETF zu einem passt, und bereit ist, gelegentlich selbst ins Depot zu schauen, spart sich mit einem klassischen Sparplan die zusätzlichen Kosten.