Nicht jedes Währungspaar ist gleich liquide – die Unterschiede entscheiden über Spread und Risiko.
Major-Paare sind die am meisten gehandelten Währungspaare der Welt, immer mit dem US-Dollar auf einer Seite – etwa EUR/USD, USD/JPY oder GBP/USD. Sie bieten die höchste Liquidität und dadurch die niedrigsten Spreads.
Minor-Paare (auch Cross-Paare) bestehen aus wichtigen Währungen ohne US-Dollar, etwa EUR/GBP oder EUR/CHF. Exotic-Paare kombinieren eine Hauptwährung mit einer Währung aus einer kleineren Volkswirtschaft, etwa EUR/TRY oder USD/ZAR – hier ist die Liquidität deutlich geringer und die Spreads entsprechend breiter.
| Kategorie | Beispiele | Liquidität | Typischer Spread |
|---|---|---|---|
| Majors | EUR/USD, USD/JPY, GBP/USD | Sehr hoch | Sehr eng |
| Minors | EUR/GBP, EUR/CHF, GBP/JPY | Mittel | Mittel |
| Exotics | EUR/TRY, USD/ZAR, USD/MXN | Gering | Breit |
Der Forex-Markt ist 24 Stunden an 5 Tagen die Woche geöffnet, aufgeteilt in drei Hauptsessions: die asiatische Session (Tokio), die Londoner Session und die New-Yorker Session. Diese Sessions überlappen sich im Tagesverlauf, und in den Überlappungsphasen – vor allem zwischen London und New York am Nachmittag (MEZ) – ist die Liquidität und damit die Handelsaktivität am höchsten.
Außerhalb der Überlappungszeiten, etwa während der ruhigeren asiatischen Session bei europäischen Paaren, können Spreads breiter und Bewegungen träger ausfallen.
Je liquider ein Währungspaar und je aktiver die aktuelle Session, desto enger die Spreads und desto zuverlässiger die Ausführung deiner Orders. Gerade Einsteiger fahren mit Major-Paaren während der Haupt-Sessions am besten – Exotic-Paare außerhalb der Handelszeiten bergen zusätzliche, schwer kalkulierbare Risiken.
Wechselkurse werden von einer Vielzahl an Faktoren beeinflusst. Zinsentscheidungen der Zentralbanken gehören zu den wichtigsten Treibern – höhere Zinsen machen eine Währung tendenziell attraktiver für internationales Kapital. Wirtschaftsdaten wie Inflation, Arbeitsmarktzahlen oder BIP-Wachstum beeinflussen die Erwartungen an die künftige Zinspolitik. Und geopolitische Ereignisse können kurzfristig zu starken Kursausschlägen führen, besonders bei Währungen kleinerer Volkswirtschaften.
Viele Broker bieten einen Wirtschaftskalender mit geplanten Datenveröffentlichungen und Zentralbanksitzungen an. Um diese Termine herum steigt die Volatilität oft deutlich – ein wichtiger Faktor beim Risikomanagement.