Ganze Märkte in einer Position – als kurzfristiges CFD-Investment oder langfristiger ETF.
Ein Index bildet die Wertentwicklung einer Gruppe von Unternehmen ab – etwa der 40 größten deutschen Unternehmen beim DAX oder der 500 größten US-Unternehmen beim S&P 500. Statt eine einzelne Aktie zu handeln, handelst du mit einem Index quasi einen ganzen Markt oder eine ganze Branche in einer einzigen Position.
Ein Index-CFD ist ein gehebeltes, kurzfristiges Spekulationsinstrument – du besitzt den Index nicht, sondern spekulierst auf seine Kursentwicklung, meist mit Hebel. Ein Index-ETF dagegen bildet den Index physisch oder synthetisch nach und eignet sich für langfristiges Investieren ohne Hebel – vergleichbar mit den ETF-Strategien im Sparpläne-Bereich, nur eben auf einen einzelnen Länder- oder Branchenindex statt einen breiten Welt-Index fokussiert.
| Kriterium | Index-CFD | Index-ETF |
|---|---|---|
| Hebel | Ja, bis 1:20 | Nein |
| Haltedauer | Kurzfristig | Langfristig |
| Kosten | Spread + Overnight-Gebühr | TER (jährlich) |
| Besitz | Nein (Derivat) | Ja (Sondervermögen) |
Wer eine Index-CFD-Position über Nacht hält, zahlt in der Regel eine Finanzierungsgebühr, die sich nach dem Referenzzinssatz und der Positionsrichtung richtet. Bei kurzfristigen Trades innerhalb eines Tages fällt diese Gebühr meist nicht an – bei länger gehaltenen Positionen summiert sie sich jedoch und sollte in die Kostenkalkulation einbezogen werden.
| Index | Region | Unternehmen | Fokus |
|---|---|---|---|
| DAX | Deutschland | 40 | Breiter deutscher Markt |
| S&P 500 | USA | 500 | Breiter US-Markt |
| Nasdaq 100 | USA | 100 | Technologielastig |
| Dow Jones | USA | 30 | Traditionelle Industriewerte |
Der Nasdaq 100 reagiert durch seine Technologielastigkeit tendenziell volatiler auf Zinsänderungen als der breiter gestreute S&P 500 – ein wichtiger Unterschied bei der Einschätzung des Risikos einer Position.